Sechzehn Jahre Bürgerring

Geisenfeld (intv) Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft. Doch immer mehr Menschen möchten mit ihrem Konsum keinen Schaden anrichten, sondern helfen. In Geisenfeld wurde dafür schon vor 16 Jahren der Bürgerring gegründet. Dort kann man Dinge spenden, die man nicht mehr braucht. Kleidung, die nicht mehr passt, Spielzeug für das die Kinder zu alt geworden sind oder auch Bücher, die schon gelesen sind. In mehr als 5.000 ehrenamtlichen Stunden haben vor allem Frauen eine Art Kaufhaus organisiert, wo man zum Beispiel Hosen für 2,50 Euro kaufen kann. Trotz dieser konkurrenzlos günstigen Preise für die gebrauchte Ware gelang es dem Bürgerring 278.000 Euro zu erwirtschaften, allerdings inklusive Spenden.

 

Das hat auch den bayerischen Ministerpräsidenten beeindruckt. Deshalb hat er sich auf den Weg nach Geisenfeld gemacht, um den Bürgerring zu ehren. Er wolle nicht, dass Menschen, die ihn persönlich kennen, Vorteile haben, erklärte Horst Seehofer im Rathaus. Dort traf er auf ein Gründungsmitglied des Bürgerrings, mit dem er vor vielen Jahrzehnten die Schulbank gedrückt hat. Schon damals hatte Seehofer das Amt des Klassensprechers übernommen, obwohl er der jüngste war, erzählt Günther Reith im Interview.

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