Schwierige Wiederwahl

Pfaffenhofen (intv) Bei der Landratswahl Anfang Mai haben die Pfaffenhofener Martin Wolf in seinem Amt bestätigt – mit absoluter Mehrheit. Für gewöhnlich hat der Wahlsieger anschließend eine Woche lang Zeit, die Wahl anzunehmen. Das Problem: Das Landratsamt konnte Martin Wolf aufgrund seines Gesundheitszustandes noch nicht informieren. Fest steht aber: Falls Wolf die Wahl nicht rechtzeitig annimmt, sieht das Wahlrecht eigentlich eine Neuwahl innerhalb von drei Monaten vor. Wahlleiter Heinz Taglieber hat nun ein Gutachten in Auftrag gegeben, um die Geschäftsfähigkeit des Landrats zu prüfen.
Ein noch nie dagewesener Fall, deshalb halten sich die Verantwortlichen auch bedeckt darüber, wie es weiter geht. Sowohl die Regierung von Oberbayern als auch das Landratsamt und selbst Pfaffenhofens Wahlleiter wollen sich nicht zum weiteren Vorgehen äußern. Fest steht aber: Es handelt sich um eine medizinisch-juristische Angelegenheit. Die Ärzte erstellen das Gutachten, das wiederum Juristen bewerten und einordnen müssen. Das kann bis zu einige Monate dauern – und erst dann ist klar, ob Martin Wolf – langfristig gesehen – Landrat in Pfaffenhofen bleibt.