Schwere Zeiten für Pollenallergiker

 

Ingolstadt (intv) Die Nase läuft, der Rachen juckt, die Augen brennen: All das sind typische Symptome, die rund 12 Millionen Heuschnupfengeplagte in Deutschland jedes Jahr aufs Neue fast in den Wahnsinn treiben, sobald die ersten warmen Tage anbrechen. Viele davon schnupfen fast das ganze Jahr über. Denn nur in den Monaten November und Dezember fliegen keine Pollen.

Um die richtige Behandlung zu finden, ist Geduld gefragt, denn jeder Allergiker braucht eine andere Therapie. Welche Medikamente helfen, wenn Hasel, Birke und Co. in Blüte stehen, weiß Allgemeinmediziner Dr. Florian Kellner. Er empfiehlt zur Behandlung vor allem Antihistaminika.

Ob jemand an Heuschnupfen leidet, stellt ein Allergologe zum Beispiel durch einen Hauttest fest, dem sogenannten Prick-Test. Dabei werden auf die Innenseite des Unterarms verschiedene Allergen-Lösungen getropft. Mit einer feinen Nadel piekst der Arzt leicht in die Hautoberfläche. Schwillt die Haut an oder bildet Quaddeln, weist das auf eine Allergie hin.

Heuschnupfen sollte keineswegs auf die leichte Schulter genommen werden. Wird er falsch oder gar nicht behandelt, kann das zu allergischem Asthma führen.

Der Ingolstädter Allgemeinmediziner empfiehlt regelmäßig auf der Internetseite des Deutschen Wetterdienstes zu überprüfen, welche Pollen gerade fliegen und dann gegebenenfalls zu Hause zu bleiben. Auch die Kleidung abzulegen, wenn man von draußen reinkommt, kann helfen, die Symptome zu lindern.