Schwarzbauten der Seele

Neuburg/Schrobenhausen (intv) Sie stehen an Feldwegen, Straßenrändern, in Wäldern und auf Wiesen: Flurdenkmäler sind stumme Zeugen der Vergangenheit. Auch im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen gibt es eine Vielzahl von Wegkreuzen, Marterln, Grenzsteinen oder Kapellen. Sie alle werden derzeit inventarisiert. „Unser Wunsch ist eine Bestandsaufnahme aller Objekte, die von Menschenhand gefertigt wurden und auf unseren Fluren herumstehen“, sagt Kreisheimatpfleger Manfred Veit. Die meisten seien zwar ohne Genehmigung errichtet, ließen jedoch als „Schwarzbauten der Seele“ wertvollen Bezug zu ihrem Errichter erkennen.

Veit arbeitet bereits seit Sommer 2012 an der Erfassung und stellte nun auf der jüngsten Sitzung der ARGE Tourismus und Wirtschaft den Zwischenstand vor. „Allein im Stadtgebiet Schrobenhausen wurden über 120 Flurdenkmäler dokumentiert, auch Gemeinden wie Ehekirchen und Berg im Gau haben die Erfassung bereits vollständig abgeschlossen“, so der Heimatforscher. Nun hofft er auf eine aktive Unterstützung der restlichen Gemeinden. Mit dem vollständigen Abschluss der Kartierung rechnet Veit für 2014 oder 2015. Die Erhebung sei wichtig, um den Zustand der Objekte zu bewerten und ggf. deren Erhalt zu sichern. Dies könne auch bezuschusst werden. Auch eine spätere touristische Vermarktung der Flurdenkmäler sei nicht ausgeschlossen.

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