Schule schwänzen für einen billigen Urlaub: Vorsicht vor saftiger Strafe

Ingolstadt (intv) Schule schwänzen, Ferien verlängern und damit jede Menge Urlaubsgeld sparen. Immer wieder lassen Eltern ihre Kinder für die letzten paar Tage vor den Sommerferien entschuldigen, um mit einem günstigeren Flieger Richtung Süden starten zu können. Legal ist das nicht, im schlimmsten Fall kann das so richtg teuer werden.

Die Sommerferien stehen vor der Tür, der Unterricht ist meist nur noch sporadisch. Viele Eltern verlängern da die Ferien der Kids eigenmächtig um Geld zu sparen. Doch wer das ehrlich zugibt, hat keine Chance auf Beurlaubung. So will es das Gesetz. Ein billiger Urlaub ist kein Grund für einen Sonderurlaub in der Schule.

Gerade kurz vor den Ferien achtet die Polizei an der Grenze und besonders an den Flughäfen bei der Passkontrolle ganz genau auf Familien mit schulpflichtigen Kindern. Wer keine Schulbefreiung parat hat, wird gemeldet. Im schlimmsten Fall erwartet die Eltern ein Bußgeld. Wie hoch das ausfällt, hängt vom Einzelfall ab. Bei wiederholtem Fehlen müssen Eltern bis zu 300 Euro zahlen. Bleibt die Frage, ob von der erhofften Ersparnis dann überhaupt noch etwas übrig bleibt.

„Grundsätzlich kann die Familie schon 200 bis 300 Euro sparen, aber wir raten dringend davon ab. Viele sind dann doch so vernünftig und entscheiden sich für eine spätere Anreise“, erklärt Olaf Buck, Geschäftsführer des Reisebüros „Reiseland“ in Ingolstadt.

Auch die meisten Eltern der Schüler des Gnadenthal Gymnasiums in Ingolstadt handeln vernünftig. Hier genehmigt der Schulleiter einen Sonderurlaub nur in speziellen Fällen wie zum Beispiel bei Sprachreisen, einem Auslandsaustausch, bei familiären Feiern oder Krankheitsfällen innerhalb der Familie. Ob die Schulleitung einen billigen Urlaub als dringenden Grund akeptiert, hängt natürlich auch von der jeweiligen Schule ab.