Schrobenhausens bauliche Sorgenkinder

Schrobenhausen (intv) Abriss, Neubau, Teil- oder Generalsanierung? Die Zukunft der Schrobenhausener Stadthalle ist weiter ungewiss. In seiner gestrigen Sitzung konnte sich der Stadtrat nicht auf eine mögliche Variante einigen.

Der Traum vom Bau einer großen, multifunktionalen Veranstaltungshalle dürfte zumindest in den kommenden Jahren an der engen Haushaltslage scheitern. Zwischen drei und sechs Millionen Euro müssten dafür wohl angesetzt werden. Natürlich sollten dann auch hochrangige Events dort abgehalten werden, forderten viele Stadträte – und einigten sich deshalb auf die Erarbeitung eines Nutzungskonzepts. Entsprechende Angebote sollen nun von der Stadtverwaltung eingeholt werden. Bis auf Weiteres bleibt die Stadthalle also geschlossen; die Faschingsgesellschaft Schromlachia erhält für die Durchführung ihrer Bälle eine Ausnahmegenehmigung.

Sorgenkind Rathaus

Wenn schon bauen, dann richtig, lautete das Credo vieler Räte. Und so kam erneut der Vorschlag auf, das – ebenfalls sanierungsbedürftige – Rathaus möglicherweise in einen Stadthallenneubau zu integrieren. In einem derartigen Bürgerhaus könnten auch Vereine und andere Organisationen unterkommen. Mit einer Sanierungsentscheidung für den bestehenden Bau am Lenbachplatz soll deshalb gewartet werden, bis die Zukunft der Stadthalle klar umrissen ist.

Neue Unterkünfte für Obdachlose

Aus obenstehenden Gründen hatte sich der Stadtrat bereits im September dagegen ausgesprochen, das leerstehende Jugendheim, das sich in direkter Nachbarschaft zur Stadthalle befindet, zum Obdachlosenheim umzubauen. Nun wird fieberhaft nach Alternativen gesucht. Im Stadtgebiet wird derzeit 18 wohnungslosen Menschen eine vorübergehende Unterkunft gegeben. „Wir stellen dazu zwei städtische und ein angemietetes Gebäude zur Verfügung“, erläuterte Reinlinde Schmidt vom Hauptamt. „Obdachlosigkeit und Verweildauer werden in den nächsten Jahren zunehmen, deshalb erfordert die Situation einen Neubau oder eine Containerlösung.“ Die Anschaffung von Wohncontainern würde 300.000 Euro kosten – ein Massivbau wäre bereits ab 500.000 Euro zu haben. Deshalb sollen dafür nun genaue Kosten und Fördermöglichkeiten ermittelt werden. Im Gespräch für ein neues Obdachlosenheim ist ein städtisches Grundstück an der Bürgermeister-Götz-Straße.

 

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