Schrobenhausen und Schwetzingen unterzeichnen Spargel-Patenschaft

Schrobenhausen (intv) Schrobenhausen ist in Deutschland eine der bedeutenden Metropolen für Spargel. Aber es gibt noch weitere wichtige Anbaugebiete, auch in Süddeutschland. Deshalb haben Schrobenhausen und die baden-württembergische Stadt Schwetzingen am Wochenende eine so genannte Patenschaft abgeschlossen. In einer Absichtserklärung unterzeichneten beide Bürgermeister das Bestreben, künftig gemeinsam für das Königsgemüse einzutreten.

„Wir sind das älteste, noch existierende Anbaugebiet Deutschlands“, hob Schwetzingens Oberbürgermeister René Pöltl hervor. Bereits im Jahre 1668 wurden die Stangen dort angebaut, zunächst unter den Kurfürsten der Kurpfalz. Im Lauf der Jahrhunderte züchteten die Schwetzinger sogar eigene Sorten. „Der Schwetzinger Meisterschuss und der Lucullus waren bedeutende Sorten in Deutschland“, so Pöltl.

Schrobenhausens Bürgermeister Karlheinz Stephan (CSU) würdigte den Spargel als verbindendes Element. „Aber es gibt noch weitere Themen darüber hinaus, auch gemeinsame Problemlagen wie die Asylthematik“, so Stephan. Man wolle sich künftig verstärkt austauschen.

Dass gerade Schwetzingen Schrobenhausens neuer Partner in Sachen Spargel ist, dürfte kein Zufall sein. Bereits im Jahr 1983 beschäftigte sich der heutige Kulturreferent der Stadt Schrobenhausen, Klaus Englert (CSU), intensiver mit der berühmten Spargelstadt im Rhein-Neckar-Kreis. Daraufhin entstand das Konzept eines Museums in Schrobenhausen, das zunächst als Bayerisches Spargelmusem für Schlagzeilen sorgte, seit genau 25 Jahren nun auch unter dem Titel Europäisches Spargelmuseum. Es befindet sich im Schrobenhausener Amtsturm, direkt neben dem Pflegschloss. Geöffnet hat das Museum mittwochs, samstags und sonntags jeweils von 14 bis 16 Uhr, im Mai und Juni sogar täglich von 10 bis 17 Uhr.