Reaktion des Airbus-Betriebsrates

Manching (intv) Der Kummer stand den Beschäftigten gestern nach der Betriebsversammlung deutlich ins Gesicht geschrieben. Als sie gegen 16 Uhr das Werksgelände verließen, wartete bereits eine Schar Journalisten. Die meisten schenkten den Reportern keine Beachtung, wollten nur noch nach Hause.

Kein Wunder, denn kurz zuvor hatte Bernhard Gerwert, Chef von Airbus Defence&Space bestätigt, was viele Mitarbeiter noch nicht glauben konnten. Um den Standort Manching zu erhalten, sollen 1000 Stellen gestrichen werden. In den vergangenen drei Jahren wurden zwar bereits 250 Stellen am Standort Manching abgebaut. Betriebsbedingte Kündigungen standen jedoch noch nie im Raum. Bernhard Gerwert konnte diese Option bei der gestrigen Betriebsversammlung aber nicht ausschließen.

In einem Punkt waren sich Arbeitgeber und Betriebsrat aber einig: Die mangelnde Unterstützung der Bundesregierung sei mit ein Grund, weshalb das Unternehmen nun vor großen Problemen stehe. Die Bundeswehr hat 37 Eurofighter bestellt, wofür aber derzeit kein Geld da ist. Die Tranche 3b sei aber dringend notwendig, um die Beschäftigung am Standort zu sichern. Ansonsten sehen die Betriebsräte schwarz für die Zukunft des Unternehmens, vor allem für ausgebildete Fachkräfte.

Die nächsten Informationsphasen sind für Februar und März angesetzt. Danach soll der Europäische Betriebsrat ein Statement zur Situation abgeben. Für den Betriebsrat in Manching steht aber jetzt schon fest: Der Standort ist bereit für die Arbeitsplätze zu kämpfen. Mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.

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