Schlossfest-Bilanz: Mehr Besucher als 2013

Neuburg a.d. Donau (intv) Gut 50.000 Menschen haben allein zur Eröffnung am Freitag den Weg in die Ottheinrichstadt zum zweitgrößten Renaissance-Spektakel Deutschlands gefunden. Ein perfekter Auftakt. Und dieses Jahr standen die Zeichen eindeutig auf Besucherrekord. Denn anders als 2013 musste das Schlossfest heuer nicht mit der Landshuter Hochzeit konkurrieren. Dafür aber mit der Hitzewelle. Der Verkehrsverein „Freunde der Stadt Neuburg“, der das Schlossfest alle zwei Jahre ausrichtet, zog heute Bilanz.

Heute am Tag danach: Alle packen mit an. Beim Schlossfestabbau zählt jede helfende Hand, während die letzten Gäste abreisen. Die Gesichter sind lang. Ob es an der durchgefeierten Nacht des letzten Schlossfestsonntags liegt, an der Hitze oder einfach an der Tatsache, dass Neuburgs Großereignis schon wieder für zwei Jahre vorbei ist, vermag wohl niemand so recht einzuordnen. Marktvogt Friedhelm Lahn zieht nach sechs Tagen Schlossfest alles in allem eine positive Bilanz: „Wir sind zufrieden, trotz der Hitze. Aber wir haben schlechtere Zahlen als erwartet. Alles stand für dieses Jahr auf Rekord und es hat ja auch am ersten Freitag alles danach ausgeschaut. Aber wir sind immerhin mit 110.000 Besuchern besser als 2013.“

Die Hitze ließ die Besucherzahlen nach der fulminanten Eröffnung deutlich zurückgehen. „Viele kamen erst in den späten Abendstunden, als es von den Temperaturen her erträglicher wurde“, so Lahn. Andere trotzten dagegen der Hitze und haben sich in ihre Renaissance-Kostüme geworfen. Wie schon 2013 ging es auch heuer wieder recht friedlich zu. Weder BRK noch Polizei hatte größere Fälle zu vermelden.

Für das Spektakel in zwei Jahren hat Lahn schon große Pläne. Schließlich steht das 500-jährige Lutherjubiläum ins Haus. Auch Pfalzgraf Ottheinrich stand dem Protestantismus nahe, konvertierte sogar. Dieses Kapitel will auch das Schlossfest 2017 aufgreifen. Dann bei hoffentlich etwas moderateren Temperaturen.