Schienenkonferenz: IHK setzt auf Schienenverkehr

Kösching (intv) Bereits im Juni 2017 stellte das Bundesverkehrsministerium den Masterplan für Schienengüterverkehr vor. Die IHK für München und Oberbayern fordert nun eine zügige und zeitnahe Umlagerung des Güterverkehrs auf die Schienen. Grund hierfür ist unter anderem die zunehmende Belastung auf Bayerns Straßen. Mit ihrer Schienenkonferenz informierte die IHK ihre Unternehmen am Beispiel Binderholz im Interpark über die Chancen und Entwicklungen im Schienengüterverkehr. Schon vor Jahren hatte die IHK auf Defizite im Bahnverkehr hingewiesen, denn der Anteil des Schienengüterverkehrs nimmt weiterhin ab. Hauptursache ist das Klagen der privaten Güterzugbetreiber über zu hohe Kosten im Wettbewerb mit anderen Verkehrsträgern, vor allem dem Güterverkehr auf den Straßen. Da die privaten Betreiber 40 Prozent der Gesamtleistung erbringen, soll der Masterplan vor allem die Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Ebenso soll der Investitionsplan den Güterverkehr wieder flottkriegen, attraktiv machen und Empfehlungen geben, wie zum Beispiel den Ausbau von Knotenpunkten, die Digitalisierung und Automatisierung von Abläufen und Steuerungen von Zügen und natürlich auch zur Elektromobilität. Bei Binderholz lohnt sich der Gütertransport auf den Schienen inklusive firmeneigenen Gleisanschluss. Denn über 40 Prozent der rund einer Millionen Festmeter Holz kamen dieses Jahr mithilfe des Bahnverkehrs in das Werk bei Kösching. Die Verkehrsprognose des Bundes geht davon aus, dass der Güterverkehr bis 2030 um 43 Prozent ansteigt. Schon die Verlagerung des Wachstums wäre ein enormer Fortschritt, so Martin Sigl, Head of group logistics Binderholz.