Schanzer Frühjahrsputz: Engagierte Helfer säubern beim „Ramadama“ die Stadt

Ingolstadt (intv) Sie müssen nicht lange suchen, um fündig zu werden. Zahlreiche freiwillige Helfer haben sich bei der Auftaktaktion „Ramadama“ zum Frühjahrsputz am Pommernweg hinter der Pionierkaserne eingefunden. Als Saubermänner unterwegs zu sein, ist bei der Reservistenkameradschaft bereits Tradition: „Die Reservistenkameradschaft Ingolstadt hat 1992 die Patenschaft für ein Biotop an der Manchinger Straße übernommen. Das reinigen wir seitdem, jetzt zum 23. Mal. Wir nehmen uns heute vor, dass wir wieder einen Beitrag leisten für die Landschaft. Das ist nach wie vor notwendig, wir finden jedes Mal viel Müll. Das ist zum Teil schon frustrierend, aber ich finde die Arbeit sinnvoll und wir machen sie gerne“, so Wolfgang Christmann von der Reservistenkameradschaft Ingolstadt.

Neben Rudolf Wagner, Bereichsleiter der Stadtreinigung, eröffnete Thomas Schwaiger, Vorstand der Ingolstädter Kommunalbetriebe, die Putzaktion. Begonnen wird gleich im Grüngürtel an der Peisserstraße. Etwa sieben Kilo Abfall findet jeder Helfer im Schnitt, manche auch mehr. Ein Fotowettbewerb kürt die kuriosesten Funde. Heuer ist die Großputzaktion Teil der europaweiten Kampagne „Let’s Clean up Europe“: „Das heßt, dass wir unsere Restmüllmenge, die die freiwilligen Helfer hier in Ingolstadt sammeln, nach Brüssel melden zu einer europäischen Gesamtbilanz. Das Phänomen „littering“, also die Vermüllung der Landschaft in Kleinmengen, können wir mit unseren großen Sammelsystemen gar nicht mehr bewältigen“, erklärt Thomas Schwaiger.

Deshalb sind die Kommunalbetriebe für jeden Engagierten dankbar. Vergangenes Jahr kamen so allein in Ingolstadt 19 Tonnen Restmüll und 3,3 Tonnen Schrott zusammen. Über 2.700 Helfer waren sich nicht zu schade, den Müll anderer wegzuräumen – der Umwelt zuliebe.