Sanierung des Illingerhauses

Ingolstadt (intv) Leerstände, Wohnungsmangel und renovierungsbedürftige Häuser. Vor allem in den Innenstädten treffen diese Probleme aufeinander. Wenn dann noch der Denkmalschutz anklopft, scheuen sich viele die Renovierungen anzugehen. In Ingolstadt wird seit den 70igern kontinuierlich versucht die Lage zu verbessern. Seit 2001 läuft die Baumaßnahme „Sanierungsgebiet N“ zwischen Theresien- und Schulstraße. Auch das ehemalige Illingerhaus ist davon betroffen.

Der Kernbau des Gebäudes stammt noch aus dem Mittelalter. Im 16. Jahrhundert kamen wurde daraus ein dreistöckiger Bau und erst 1895 entstand die Fassade mit dem markanten Fresko. Denkmalgeschütze Bauten stellen für Architekten oft eine große Herausforderung dar. Die ältesten Schanzer kennen wohl noch die Seifenfabrik, die bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts dort ansäßig war. Ursprünglich war dort aber eine Brauerei untergebracht. Und damit schließ sich der Kreis, denn der neue Eigentümer ist wieder eine Brauerei. Sie plant eine Gaststätte mit rund 200 Plätzen. Zusätzlich sollen 11 Wohnungen entstehen. Im hinteren Bereich war ein Pferdestall, die Seifensiederei und Kellerräume untergebracht. Wie die oberirdischen Räume später genutzt werden, steht noch nicht ganz fest. Ein Biergarten fällt aus Lärmschutz leider weg.