Sachpolitik statt polemisches Haudrauf: Fischessen der Ingolstädter CSU

Ingolstadt (intv) Aschermittwoch bei der Ingolstädter CSU: das heißt traditionelles Fischessen im voll besetzten Saal beim Peterwirt in Unsernherrn. Martin Dick tritt als Fastenprediger Bruder Barnabas auf und zuletzt wird gemeinsam die Bayernhymne gesungen.

Allerdings wirklich würzig war am gestrigen Abend nur der Fisch. Auf einen prominenten Redner von auswärts wurde verzichtet, stattdessen ergriff OB-Kandidat Christian Lösel noch einmal die Gelegenheit seine Wähler einzuschwören. Und Lösel blieb dabei seiner gewohnt sachlichen Linie treu.

In gut 40 Minuten gab der CSU-Hoffnungsträger einen Abriss über sein Wahlprogramm und seine politischen Ziele nach dem 16. März. Er wolle die Aufenthalts- und Erlebnisqualität in der Innenstadt stärken. Ein ausgeklügeltes Immobilienmanagement gegen die Leerstände, eine Aufwertung der Harderstraße und eine neu gestaltete Fußgängerzone sollen es unter anderem richten. Außerdem möchte Lösel die Donau erlebbarer machen. Er strebt einen Flanierbereich sowie eine Verzahnung der Donau mit der Altstadt an. In seiner Rede betonte der CSU-Mann auch, dass Ingolstadt mehr sei als Wirtschaft. Und er wurde auch nicht müde die Leistung seiner CSU-Vorgänger zu loben. Ingolstadt habe es vom Armenhaus an die Spitze der deutschen Großstädte geschafft. „In keiner anderen Stadt geht es den Menschen besser.“ Er wolle diesen Erfolg weiter führen. Und zum Schluss gab er den rund 350 Anhängern beim Peterwirt noch mit auf den Weg: „Geht zur Wahl, schickt Vroni ins Ratschhaus und uns ins Rathaus“. Die 350 CSU-Anhänger quittierten den markigen Spruch zum Abschluss mit Applaus.

Vor dem Auftritt Lösels stimmte Martin Dick in seiner Rolle als Bruder Barnabas auf die Fastenzeit ein. Dabei bekam auch Kronprinz Lösel sein Fett weg. „Ich würde Ihnen ein Studium der Rankologie bei Professor Doktor Lehmann sowie ein Studium in Bavariologie bei Harry Deiner empfehlen“, gab der Fastenprediger Lösel mit auf den Weg. Bruder Barnabas nahm auch Konkurrentin Veronika Peters aufs Korn. Er zog ihre Nicht-Partei-Mitgliedschaft bei der SPD durch den Kakao und auch ihre Villa als mögliche Unterkunft für Asylbewerber kam zur Sprache. Verbale Spitzen mussten auch die anwesenden CSU-Stadtratskandidaten aushalten. Barnabas amüsierte sich über Wahlgeschenke wie Kaffeebohnen oder Taschentücher.