Rund 770 Delikte: Polizei schnappt Betrüger

Ingolstadt (intv) Erfolg für die Ingolstädter Kriminalpolizei. Gemeinsam mit den Kollegen der Kripo aus Kempten konnten mehrere Betrüger gefasst werden, die seit vergangenen Sommer die Beamten auf Trab hielten.

In zahlreichen Fällen schlossen sie über das Internet Handyverträge ab und bestellten dazu teure Smartphones. Versandt wurden die Bestellungen an frei erfundene Personen. Bei den angegebenen Lieferadressen verlor sich dann die Spur der bestellten Waren. Der Verdacht richtete sich sehr schnell gegen einen 30-jährigen Paketzusteller aus Ingolstadt. Der Mann war für die betroffenen Sendungen zuständig. Die Polizei fand heraus, dass der 30-Jährige mit den Tätern unter einer Decke steckte. Er lieferte die Waren an die jeweiligen Adresse, übergab sie dort den Unbekannten und kassierte eine Belohnung.

Zeitgleich schlug auch die Kemptener Polizei Alarm. Dortige Paketzusteller gaben an, dass sie bei den Auslieferungen vermehrt direkt vor dem Haus abgepasst wurden. Die vermeintlichen Empfänger wollten die Pakete auf offener Straße entgegennehmen und zeigten dazu gefälschte Ausweise vor.

Gemeinsame Ermittlungen führten die Polizeien schließlich zu mehreren Tatverdächtigen, die über das Internet Handys und Tablets bestellt hatten, um diese danach weiterzuverkaufen. Die Täter, im Alter von 29 bis 38 Jahren, nutzten sogar Bankdaten Dritter, die von den Bestellungen gar nichts wussten.

Insgesamt gehen die Ermittler von rund 770 Bestellungen aus. Der angenommene Schaden liegt im sechsstelligen Euro-Bereich. Die drei Haupttäter sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Der 30-jährige Postzusteller muss sich ebenfalls vor Gericht verantworten.