Rückblick und Vorschau: Ausbildungszentrum Pioniere

Ingolstadt (intv) Über 140 Lehrgänge und jährlich rund 2.000 Teilnehmer. Das sind erst einmal viele Zahlen, doch genau das leistet das Ausbildungszentrum Pioniere in Ingolstadt. In der Kaserne an der Manchinger Straße werden Bauhandwerker, Schweißer oder Maschinenfahrer für die gesamte Bundeswehr ausgebildet. Beim Pressegespräch am Dienstag war es an der Zeit, einen Blick auf das neue Jahr zu werfen und Bilanz für 2016 zu ziehen.

Und hier stand unter anderem die Ausbildungsinitiative zwischen der Bundesagentur für Arbeit und der Bundeswehr im Mittelpunkt. Rund 12 Wochen lang konnten syrische Flüchtlinge in die Bereiche Bau, Handwerk, Sanitär und Technik schnuppern. Eine positive Erfahrung für das Ausbildungszentrum. „Es hat inhaltlich einiges für die jungen Männer gebracht. Aber wir haben auch gute kameradschaftliche Beziehungen aufgebaut, ich glaube, die Asylbewerber haben sich sehr wohl gefühlt.“, beschreibt Lutz Niemann, Brigadegeneral.

Momentan sind Armeeangehörige aus Afrika zu Besuch im Ausbildungszentrum. Sie machen ihre Ausbildung zum Stahlbetonbauer. Mit dem neuen Wissen gehen sie später zurück in ihre Heimat. Auch die deutschen Soldaten pendeln oft nach Ingolstadt.

„In der Region Ingolstadt ist die Konkurrenz zu den zivilen Unternehmen, wie Audi, natürlich gegeben. Da haben wir schon Schwierigkeiten aus der Umgebung zu rekrutieren. Aber dann pendeln die Soldaten eben aus den neuen Bundesländern hierher. Derzeit ist das kein Problem bei uns.“

Dazu trägt vor allem die gute Verkehrsanbindung in Ingolstadt bei. Für Nachwuchs ist also gesorgt. Das spielt auch bei der momentanen Sicherheitslage eine Rolle. „Auch die Bundeswehr ist unter der Überschrift Sicherheit zu sehen. Wir sollten mehr Geld dafür ausgeben, so wie es nun auch im neuen Etat eingeplant ist.“, erklärt Niemann.

Für 2017 ist das Zentrum mehr als gut ausgelastet. Weil es dieses Jahr einen höheren Lehrgangsbedarf gibt, fällt sogar die Sommerpause flach.