Rollstuhlbasketballer des BVSV Ingolstadt wagen Neustart

Ingolstadt (intv) Bereits 1989 wurde im Behinderten- und Versehrtensportverein Ingolstadt eine Rollstuhlbasketball-Mannschaft gegründet. Nach sehr schnellen Aufstiegserfolgen bis in die dritthöchste deutsche Spielklasse, wurde es in den letzten Jahren etwas ruhiger, bis hin zur Auflösung der Mannschaft vor zwei Jahren. Doch nun wurde der Abteilung quasi neues Leben eingehaucht und seit Samstag rollen sie wieder, die Basketballer des BVSV – und das auch dank des Engagement einer Familie. Gerhard Gmeiner heißt der neue Abteilungsleiter, Tochter Veronika ist Trainerin und die beiden Söhne Valentin und Andreas spielen in der neuformierten Mannschaft. Nur Andreas Gmeiner ist dabei Rollstuhlfahrer, seine Geschwister und sein Vater sind sogenannte „Fußgänger“, die aber an dieser Sportart Gefallen gefunden haben und nun gemeinsam für den BVSV Ingolstadt auf Korbjagd gehen. Damit stellt die Familie Gmeiner auch die halbe Mannschaft, die bisher noch aus acht Spielern besteht – Verstärkung also herzlich willkommen. „Zwei, drei weitere Spieler wären natürlich sehr schön, zu viele Spieler in einer Mannschaft sind aber auch nicht gut, denn es soll ja jeder spielen und nicht zu lange auf Einsatzzeiten warten müssen“, so Abteilungsleiter Gerhard Gmeiner.

Nach dem Aus der Mannschaft vor zwei Jahren hat er die Abteilung zu neuem Leben erweckt und nach einer rund eineinhalb-jährigen Vorbereitungszeit war es am Samstag endlich soweit: das erste Spiel in der Landesliga Bayern gegen die TSG Ulm-Söflingen II stand auf dem Programm.

Die Ulmer schon mit zwei Liga-Einsätzen (ein Sieg, eine Niederlage) in die Saison gestartet und auch sonst der Erfahrungs-Vorteil den Gästen deutlich anzumerken. Doch der Start in der untersten Spielklasse hatte auch schon sehr viel Positives für die Ingolstädter. In Hälfte Eins konnte man mit einem Halbzeitstand von 16:21 sehr ordentlich mithalten, bis auf einen Spieler konnten sich auch alle in die Scorerliste eintragen und das letztendlich leistungsgerechte 32:54-Endergebnis für einen Neuanfang auch aller Ehren wert. „Wir wollen einfach wenn möglich nicht Letzter werden, nicht jedes Spiel verlieren, sondern hier und da auch einmal ein Spiel gewinnen. Wenn noch zwei, drei Spieler unseren Kader verstärken wäre das auch sehr schön, aber die Hauptsache ist, wir können allen Interessierten ein Angebot machen, im Rollstuhl gemeinsam Sport zu treiben und Spaß zu haben“, so Abteilungsleiter Gmeiner zum Startschuss in die neue Spielzeit – der Neuanfang ist gemacht. Und wer die Mannschaft in Aktion sehen will, am 22. November um 10 Uhr steht das nächste Heimspiel in der Halle des TSV Ingolstadt-Nord auf dem Spielplan, weitere Infos für Interessierte gibt es unter www.bvsv-ingolstadt.de.