Römerschiff im Feilenmoos

Manching (intv) Versetzen wir uns mal zurück in das erste Jahrhundert nach Christus. Vor knapp 2000 Jahren haben die Römer in ihrem Kastell beim heutigen Oberstimm die Donaugrenze überwacht. Patroullie fuhren sie damals mit Schiffen. Vor dreißig Jahren dann die Sensation: auf dem Barthelmarktgelände entdeckten Forscher zwei solcher Römerschiffe. Die Wracks sind seitdem im Manchinger Museum ausgestellt. Auf dem Wasser ist ein Römerschiff seit heute aber auch unterwegs.

Auf dem Braunweiher im Feilenmoos sitzen Schülerinnen und Schüler im alten Römerschiff und rudern um die Wette. „Los“ ist das Kommando, das Professor Boris Dreyer gibt. Aber die Ruder symmetrisch zu bewegen ist gar nicht so einfach.

Geschichte erleben können in diesen Tagen nicht nur die Schüler der Mittel- und Realschule Manching. Das Römerschiff ist morgen noch in Manching an den Paarterrassen ausgestellt. Am Wochenende fährt es erstmals auf der Donau in Ingolstadt. (Wann das Römerschiff wo anhält finden Sie hier).

Zwei Jahre haben Studenten der Universität Erlangen-Nürnberg das Patroullienschiff originalgetreu nachgebaut. Mit der Unterstützung professioneller Bootsbauer ist das Experiment geglückt. Das Römerschiff ist auf dem Wasser unterwegs.

Auch für die Vertreter der Politik war es ein besonderes Ereignis, als das Boot am Mittwoch am Braunweiher im Feilenmoos zu Wasser gelassen wurde. Bisher kannten sie das Schiff aus dem Museum. Auf dem Wasser macht die Fridericiana Alexandrina Navis gleich mehr her. Vor 2000 Jahren waren die Römer genau so auf den Flüssen unterwegs.

Die Historiker rund um Professor Dreyer greifen jetzt erstmal die Donau an. Es geht in Richtung Schwarzes Meer. Aufbruch zur ersten Etappe ist am Sonntagmorgen in Ingolstadt. Mitte August wollen die Neu-Römer dann in Rumänien anlegen.