„Rocky“ zieht ins Altmühltal

Denkendorf (intv) Näher kann man einem dieser gigantischen Originale aus der Frühzeit der Erdgeschichte nicht kommen. Das Dinosaurier Museum Altmühltal in Denkendorf ist seit heute eine Attraktion reicher. Das Skelett eines Tyrannosaurus Rex ist gestern Spätnachmittag in mühsamer Detailarbeit aus 300 einzelnen Knochen zu einem beeindruckenden Ganzen zusammengesetzt worden. Seit Mai ist das erstaunlich gut erhaltene T-Rex-Skelett im Müncher Verlagshaus der SZ ausgestellt gewesen, jetzt kehrt die Urzeitechse nach Hause ins Dinosaurier Museum Altmühltal zurück. Paläontologe Raimund Albersdörfer war beim Fund des Skeletts im Amerikanischen South Dakota beteiligt.

Der Teenie-T-Rex trägt den liebevollen Namen „Rocky“. Und er ist schon weit rumgekommen, zuletzt als Sensation bei der Dinosaurier Weltausstellung in Tokio. Mehr als 12.000 Stunden Arbeit stecken in der Restauration des Fossils. Am Ende hat das Skelett eine Originalgröße von vier Metern Höhe und zehn Metern Länge. „T-Rex-Skelette sind extrem selten. Es gibt insgesamt etwa 30 Funde, von einigermaßen vernünftig erhaltenen Skeletten, von denen man sagen kann, die haben etwas mehr als 5-10 Prozent der Knochensubstanz erhalten. Von vollständigeren Skeletten sind bloß eine handvoll bekannt und Rocky läuft also unter den fünf vollständigsten T-Rex-Funden jemals“, schwärmt Raimund Albersdörfer.

Spannendster Moment beim Aufbau: Der Kopf wird auf den Skelettkorpus des T-Rex gesetzt.
Besucher des Dinoparks können ab dem 1.August Rocky in seiner gesamten Größe bewundern.