Rieter streicht 220 Stellen

Ingolstadt (intv) Das Traditionsunternehmen Rieter hat angekündigt, dass die Produktion von Ingolstadt nach Tschechien verlagert wird. Der Produktionsstandort Ingolstadt sei nicht mehr wirtschaftlich und die Löhne in Tschechien seien spürbar niedriger als in Deutschland, wie Geschäftsführer Falk Matthes dem Donaukurier gestern mitteilte. Bis Ende des Jahres sind die Arbeitsstellen noch durch einen Tarifvertrag gesichert. Aber dann sind 220 von rund 360 Beschäftigten des Rieter Konzerns in Ingolstadt erst einmal ihren Job los. Das Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz produziert Textilmaschinen und -komponenten für Spinnereiprozesse.

Die Hiobsbotschaft erschüttert auch das Rathaus. Oberbürgermeister Christian Lösel sieht durch die Entscheidung des Traditionsunternehmens keine Konzequenzen für die Stadt. Stattdessen ist er der Meinung, dass die 220 Betroffenen schnell wieder Fuß im Ingolstädter Arbeitsmarkt finden. Der Fachkräftemangel könnte den Mitarbeitern von Rieter entgegenkommen.

„Sollte das Rathaus etwas tun können, stehen wir jederzeit zur Verfügung, um uns einzubringen.“, so Lösel.

In Ingolstadt will sich der Spinnereimaschinenhersteller nur noch auf Maschinenentwicklung und die technische Unterstützung bei der Wartung bestehender Anlagen konzentrieren.