Rekordhaushalt und Breitbandausbau

Neuburg a.d. Donau (intv) „Eine der wichtigsten Beschlussfassungen des Jahres“ – so haben gestern einige Neuburger Stadträte die Verabschiedung des Haushalts 2015 tituliert. Und der ist dieses Jahr rekordverdächtig hoch: Insgesamt 81 Millionen Euro beträgt Neuburgs Finanzhaushalt. Einkommens- und Gewerbesteuer sei Dank. Auch in diesem Jahr stehen Investitionen an, unter anderem in die Straßensanierung der Unteren Altstadt. Apropos Infrastruktur: für den Neuburger Norden zeigt der Pfeil Richtung Datenautobahn. Joshofen darf sich freuen: Neben Bittenbrunn und Hessellohe will die Stadt Neuburg auch dort den Breitbandausbau vorantreiben. Ursprünglich war das auch in Gietlhausen, Ried und Laisacker geplant, allerdings kam der Stadt hier die Telekom zuvor: „Die Zusagen sind verbindlich, zumindest im Fall der Deutschen Telekom, die hat sich allerdings Ausbittungen bis 2017 eingeräumt, entgültig ausgebaut zu haben. Man darf sich natürlich keiner Illusion hingeben, auch wenn wir jetzt im Rahmen des Förderprogramms ausbauen und das verwaltungstechnisch übder die Bühne ist, dann muss sich immer noch gebaut werden. Das heißt, bis Ende 2016 würde ich auch hier einen realistischen Zeitrahmen sehen“, erklärt der städtische Rechtsdirektor Ralf Rick.

Der Ausbau schreitet voran, wohl wegen des neuen Förderprogramms des Freistaats Bayern, der 1,5 Milliarden Euro in Digitalisierung investiert. Im Gespräch ist ein VDSL-Ausbau mit einer Rate von 30 bis 50 MBit pro Sekunde. Einstimmig, wie erstaunlich oft an diesem Abend, sprachen sich die Stadträte für einen Ausbau im Neuburger Norden aus, mit einem Eigenanteil der Stadt von 146.000 Euro. Geschlossen standen die Stadtväter auch hinter dem Haushalt für 2015. „Das Volumen beträgt circa 61 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt, zusätzlich kommen noch 20,9 Millionen vom Vermögenshaushalt dazu, sodass wir insgesamt fast 82 Millionen  – einen Rekordhaushalt – vorzuweisen haben“, betont Stadtkämmerer Markus Häckl. „Der größte Haushalt, der jemals in der Stadt Neuburg verabschiedet wurde. Auf der anderen Seite ist er sehr solide, wir haben nur einen ganz geringfügigen Schuldenzuwachs, der noch immer dem Neubau der Schwalbangerschule geschuldet ist“, so Oberbürgermeister Bernhard Gmehling.

Als Projekte für dieses Jahr nennt das Stadtoberhaupt einen neuen Kindergarten und weitere Straßensanierungen, vor allem in der Unteren Altstadt und das Großprojekt Nahwärme der Stadtwerke. Auch der städtische Versorgungsbetrieb hat gestern seinen Wirtschaftsplan vorgelegt. Demzufolge planen die Stadtwerke Investitionen mit einem Gesamtvolumen von 23,7 Millionen Euro. Den Löwenanteil beträgt dabei die Wärmeversorgung.

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