Region summt: Volksbegehren gegen Artensterben

Ingolstadt (intv) Deutschland summt! Ein großes Aktionsbündnis setzt sich für den Bienenschutz ein. Nachdem das Volksbegehren der ödp „Artenvielfalt in Bayern – Rettet die Bienen!“ zugelassen ist, geht es in die nächste Runde. Bayerns Bevölkerung ist ab dem 31. Januar dazu aufgefordert sich einzutragen. Dabei geht es allerdings nicht nur um die Bienen, sondern auch um andere Arten, deren Aussterben viele Ursachen hat. Eine davon ist die Gefährdung der Ackerwildkräuter. Dadurch gibt es weniger Nahrung und Lebensraum für Insekten. Das hat zur Folge, dass der Insektenbestand in den letzten 30 Jahren um 75 Prozent sank. Ein dramatischer Rückgang. Das Naturschutzgesetz müsse deshalb deutlich verschärft werden, fordert die ödp. Hier sollen beispielsweise Pestizidverbote, die Erhaltung von Wiesen und Weiden und der Erhalt von Kleinstrukturen in der Agrarlandschaft festgelegt werden. Mit den Volksbegehren wollen Initiatoren, aber auch Anhänger, die Natur wieder in Einklang bringen. Doch nicht nur die Regierung ist aufgefordert zu handeln. Jeder Einzelne kann sich an der Rettungsaktion beteiligen. Mit einem weniger getrimmten Garten und Insektenhotels belebt sich der Garten von selbst. Johannes Bauch, der Koordinator von „Eichstätt summt“ rät, weniger im Garten zu tun, um der Natur etwas Gutes zu tun. Um das Volksbegehren anzustoßen, benötigt das Aktionsbündnis die Unterstützung von knapp einer Million Menschen in Bayern. Hierfür können sich Naturliebhaber vom 31.01.19 bis einschließlich 13.02.19 in den Rathäusern ihrer Heimat für das Volksbegehren Artenvielfalt eintragen. Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier.