Reden mit den Händen: Stephanie Kuppe unterrichtet Gebärdensprache

Ingolstadt (intv) Die Ingolstädterin Stephanie Kuppe hat einen Wunsch: Wenn mehr Leute Gebärdensprache lernen würden, wären Gehörlose viel besser integriert. Dann könnten vielleicht sogar Bedienungen im Café mit Gebärden ihre Kunden bedienen. In den USA sei das gar nicht so selten, erzählt Stephanie Kuppe.

Sie weiß, wovon sie spricht. Seit 14 Jahren gibt sie Kurse in Gebärdensprache. Die 40-jährige ist schon seit ihrer Geburt fast komplett gehörlos. Sprechen kann sie zwar auch, für Interviews verlässt sie sich aber lieber auf die Gebärdendolmetscherin Monika Hellwig. Denn die Gebärdensprache beherrscht Stephanie Kuppe perfekt. Schließlich ist sie damit aufgewachsen.

Für die Kursteilnehmer hingegen ist die Gebärdensprache eine Fremdsprache, die man lernen muss. In ihren Kursen will Stephanie Kuppe ihren Schülern die Angst davor nehmen, mit Gebärden zu sprechen. Nur mit ihren Händen erklärt sie Grammatikregeln und neue Wörter. Damit die Teilnehmer auch zu Hause üben können, gibt es Videomaterial mit Vokabeln.

Im Oktober beginnen wieder Kurse für Anfänger. Alle Informationen dazu gibt es auf Stephanie Kuppes Internetseite http://www.heissehände.de.