Rätselhaft: Die A9 bei Denkendorf

Denkendorf (intv) Die A9 bei Denkendorf. Die sogenannte „Todesstrecke“. Dieses Jahr ließen sechs Personen hier ihr Leben. Immer wieder ereignen sich schwere Unfälle in diesem Abschnitt. Eine große Last für die Gemeinde, die dadurch ständig mit Negativschlagzeilen konfrontiert ist. „Wir wollen als lebenswerter Ort wahrgenommen werden und nicht als Gemeinde an der Todesstrecke!“, fordert Claudia Forster, 1. Bürgermeisterin von Denkendorf.

Seit ein paar Wochen gilt Tempolimit 120. Allerdings nur auf einem kleinen Abschnitt hinter der Ausfahrt Denkendorf. Das ist nicht genug, erklärt die Freiwillige Feuerwehr. Sie fordert ein Limit auf der ganzen Strecke vom Kindinger Berg bis nach Lenting. Die Ehrenamtlichen sind erschöpft. Die vielen Einsätze zehren an ihren Kräften.

Das größte Problem sehen die Feuerwehrler im Fahrbahnbelag. Wenn der nass ist, wird es ziemlich rutschig auf der Straße. Ein griffigerer Belag wäre besser. An das 80 bei Nässe halten sich nämlich die Wenigsten. Für die Autobahndirektion gibt der Abschnitt bei Denkendorf viele Rätsel auf. Er sei breit ausgebaut mit guter Sicht. Die vielen Unfälle zeigen ein anderes Bild. Der Druck auf die Behörde wächst. „Wir sind in enger Abstimmung mit der Polizei und suchen immer nach Verbesserungsmaßnahmen. Das ist aber nicht so einfach.“, erklärt Wolfgang Lukas von der Autobahndirektion Nordbayern.

Anfang Dezember kommen alle Beteiligten zu einem Krisentreffen zusammen, um gemeinsam eine Lösung für den gefährlichen Streckenabschnitt zu finden. Dann gehören die schrecklichen Unfallbilder hoffentlich der Vergangenheit an und Denkendorf kann aufatmen.