PS-Power: Waldarbeit mit Pferden

Stammham (intv) Der Winter ist die beste Zeit für die Waldbesitzer um Holz zu schlagen. Normalerweise fahren dazu Maschinen in den Wald, die das besorgen. Aber in manchen Wäldern ist der Boden so empfindlich, dass die schweren Geräte Schaden anrichten würden. Deshalb sind im Neuhau bei Stammham jetzt Pferde zum Holzrücken im Einsatz. Pferdeschnauben statt Maschinenlärm, Hufe statt riesiger Räder, heißer Atem aus den Nüstern statt stinkender Abgase. Zum ersten Mal seit 60 Jahren ziehen wieder Pferde die Baumstämme aus dem Neuhau bei Stammham. Die Bäume sind vom Borkenkäfer befallen und müssen aus dem Wald. Der Neuhau ist ein etwa ein Hektar großes Waldstück. Für die Forstangestellten ist die Arbei mit dem Pfed auch Neuland.
Dass im Neuhau wieder Ein PS statt Maschinenpower zum Einsatz kommt, hat aber nichts mit Nostalgie oder Erinnerungen an die gute Alte Zeit zu tun. Der Einsatz des Pferdes schont den nassen Boden des abschüssigen Wäldchens und auch die Bäume, die dort noch stehen, nehmen weniger Schaden.
Die Pferde fürs Holzrücken sind speziell ausgebildet. Ihr Führer muss sie ziwschen den Bäumen und den liegenden Stämmem schrittweise genauestens dirigieren können – und das auch noch wenn ein Zentnerschwerer Stamm über das Kummetgeschirr auf die Brust der schweren Tiere drückt. Und noch einen Unterschied gibt es zu den Maschinen – zwischendurch brauchen Mensch und Tier eine verdiente Erholungspause