Prüfung für Hundetrainer: Kampf gegen Quälerei

Nötting (intv) Stachelhalsbänder und Elektroschocker liegen auf dem Tisch. Außerdem noch andere Utensilien, mit denen man Hunde quälen kann. Aber auch Geräte, die nicht gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, wie Maulkörbe. Ein Prüfling muss jetzt unterscheiden können, welche Gegenstände für die Hundeerziehung zugelassen sind und welche nicht. Das ist nur einer von drei Teilen einer neuen Prüfung für Hundetrainer. Bisher herrschte hier Wildwuchs. Jeder konnte nach Belieben eine Hundeschule eröffnen und dann Tiere abrichten. Selbst mit Methoden, die den Hunden Schmerzen zufügten. Deshalb wurde das Tierschutzgesetz geändert. Der Paragraph 11 schreibt jetzt vor, was Hundetrainer dürfen und was sie wissen müssen. Allerdings steht in dem Gesetz nicht, wie genau die Sachkunde des angehenden Hundetrainers kontrolliert werden muss. Dafür sind die Landkreise verantwortlich, weil es keine einheitlichen Durchführungsbestimmungen gibt. Das Veterinäramt Pfaffenhofen ist jedenfalls froh, dass die Prüfung eingeführt wurde. Auch wenn sie längst noch nicht alle Hundeschulenbesitzer im Landkreis abgelegt haben. Eine von ihnen ist Manuela Klemz. Sie sieht noch Verbesserungsbedarf bei der Gesetzesnovelle. Vor allem weil die nicht gewerblichen Hundesvereine völlig ausgenommen sind. Doch gerade dort werde oft noch Gewalt angewendet, um die Hunde gefügig zu machen, kritisiert Manuela Klemz.