Prozessfortsetzung um ermordete Franziska

Ingolstadt (intv) Vor dem Landgericht Ingolstadt fand heute der siebte Verhandlungstag im Franziska-Prozess statt. Dabei haben wichtige Zeugen ausgesagt, die sich in ihren Ermittlungen mit der Auswertung der Mobiltelefone beschäftigt haben. Ein Gutachter des Landeskriminalamtes sowie ein Polizeibeamter der Kripo Ingolstadt haben auf diese Weise ein Bewegungsprofil vom Tattag erstellt. Das beweist eindeutig, dass sich Stefan B. am 15. Februar am Skaterplatz in Nassenfels aufgehalten hat, wo Franziska mit ihren Freundinnen spielte. Auch konnte durch die Handysignale der Weg von Nassenfels zum Fundort der Leiche nachvollzogen werden. Zwischen 17:14 Uhr und 19:50 Uhr gingen keine Nachrichten vom Handy des Angeklagten aus. In dieser Zeit soll Stefan B. die kleine Franziska getötet haben. Das Kuriose: Laut Handysignal hat sich der 27-Jährige kurz nach der Tat auf den Weg nach München gemacht, um an einem Auto-Tuning-Treffen teilzunehmen. Die kleine Franzi soll um 17:30 Uhr noch Nachrichten an ihre Freundin abgeschickt haben, mit den Worten „Ich hab voll Angst, mich verfolgt ein Auto, ich habe mir das Kennzeichen gemerkt“. Ihre letzte SMS lautete „Das Auto steht vor mir am Radweg“. Die Verhandlung wird am Mittwoch fortgesetzt.