Prozessfortsetzung gegen Mitarbeiter der Stadt

Ingolstadt (intv) Er ist nach der ersten Urteilsverkündung Ende 2012 zusammengebrochen und befindet sich seitdem in psychologischer Behandlung. Die Rede ist von einem 52-jährigen ehemaligen Mitarbeiter des Ingolstädter Ausländeramtes. Ihm wird vorgeworfen, ausländische Bürger abgezockt zu haben, indem er Geld für die Verlängerung ihrer Aufenthaltsgenehmigung verlangt hat. Der Fall wird bereits in zweiter Instanz verhandelt, heute hat Richter Kliegl die psychiatrische Ärztin des Angeklagten vernommen. Der Angeklagte ist seit einem Jahr bei der Ingolstädter Ärztin für Psychiatrie und psychosomatische Medizin in Behandlung. Eine antidepressive Behandlung sei zunächst nicht notwendig gewesen. Einige Monate später habe sich sein Zustand allerdings verschlechtert, der 52-Jährige wurde ins Klinikum eingewiesen. Die Ärztin stellte die Vermutung an, dass ihr Patient die Fehler im Ausländeramt möglicherweise nicht mit Absicht begangen hatte. Aufgrund seiner angeborenen Spastik könnte eine Erschöpfung früher eintreten als bei gesunden Menschen, so die behandelnde Ärztin. Richter Kliegl hat ein neurologisch-psychologisches Gutachten durch den Landgerichtsarzt angewiesen. Die Verhandlung wird am 19. März fortgesetzt.

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