Prozessauftakt im Mordfall Franziska: Angeklagter soll bisher nicht gestanden haben

Ingolstadt (intv) Am Ingolstädter Landgericht war heute Prozessauftakt im Mordfall Franziska. Eigentlich sollte der schon Mitte Januar beginnen. Weil aber ein Mithäftling den Angeklagten Stefan B. kurz vor Prozessbeginn mit einem bislang unbekannten Gegenstand schwer verletzte, wurde die Verhandlung verschoben. Auch heute beschäftigte die Polizei wieder eine Drohung gegen Stefan B.. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, dass er im Februar vergangenen Jahres die 12-jährige Franziska zuerst sexuell missbraucht und anschließend getötet haben soll. Außerdem soll er drei weitere Mädchen vergewaltigt und bedroht haben. Regungslos nahm der 27-jährige heute die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft zur Kenntnis. Der Termin dauerte keine halbe Stunde. Der Angeklagte und die Verteidigung wollten sich zu den Vorwürfen noch nicht äußern, auch weil es neue Ermittlungen aus dem Haftumfeld gibt. „Ob es eine Erklärung geben wird, oder ob es keine geben wird, wollen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch bewusst offen lassen. Eins ist aber festzuhalten, dass das was bis dato gesagt worden ist, dass es ein Geständnis von ihm gegeben hätte, der Verteidigung nicht bekannt ist,“ so der Verteidiger Dr. Adam Ahmed. Bisher hieß es immer, dass der Angeklagte bei seiner ersten Vernehmung bereits geständig gewesen sei. Staatsanwaltschaft und Verteidigung haben nun am nächsten Verhandlungstag in gut zwei Wochen Gelegenheit den Sachverhalt genauer zu erläutern.

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