Prozessauftakt: Geldfälscher geht V-Mann des Landeskriminalamts auf den Leim

Ingolstadt (intv) Ein Falschgeld-Betrüger muss sich ab heute vor dem Landgericht Ingolstadt verantworten. Der 48-jährige Bulgare hat in drei Fällen gefälschte Geldscheine nach Deutschland in unsere Region gebracht. Was er bis zu seiner Festnahme nicht wusste: Die Verkaufsproben veräußerte er an eine Vertrauensperson des Landeskriminalamtes. Heute war Prozessauftakt.

Er sei nur der Kurier gewesen, Hintermänner, deren Namen und Adressen er nicht weiß, hätten ihm das Falschgeld lediglich zum Transport nach Ingolstadt mitgegeben. Der 48-jährige Bulgare habe selbst kaum Nutzen aus dem Geschäft ziehen können, so äußert er sich heute vor der 1. Strafkammer unter dem Vorsitz von Vizepräsident Jochen Bösl. Doch er verstrickt sich zusehends in seinen Angaben. Eine Dolmetscherin übersetzt seine Einlassung.

Laut Anklageschrift soll Rumen R. im Zeitraum von Januar bis März 2015 drei Mal Falschgeld im Gesamtwert von mehr als 30.000 Euro an eine Kontaktperson am Rastsplatz Holledau bei Schweitenkirchen verkauft haben. Bis zu seiner Festnahme war dem Angeklagten nicht klar, dass er da mit einem V-Mann des Landeskriminalamtes unter dem Decknamen „Toni“ verhandelt, der bei der dritten Übergabe Mitte März schließlich zugegriffen hat.

Der Prozess wird kommenden Dienstag am Landgericht München fortgesetzt, da nur dort die technischen Möglichkeiten vorliegen, um die Vertrauensperson zu vernehmen.