Prozess noch nicht beendet

Ingolstadt (intv) Ein ehemaliger Mitarbeiter des Ausländeramtes soll ahnungslose Bürger betrogen haben, indem er Geld für die Verlängerung ihrer Aufenthaltsgenehmigung verlangt hat. Der Prozess vor dem Landgericht Ingolstadt läuft bereits seit Anfang Januar. Der Angeklagte beteuert weiterhin seine Unschuld. Als Zeuge sagte heute ein EDV-Dienstleister aus, der unter anderem für die Datenbanken des Ausländeramtes zuständig ist. Durch die Gesetzesänderung der elektronischen Datenverarbeitung im Jahr 2010 kam es möglicherweise zu technischen Problemen im Ausländeramt, so der Zeuge. Die Einführung neuer Soft- und Hardware könnte Ursache für die falschen Abrechnungen sein.

Der Richter hatte bei der letzten Verhandlung ein neurologisch-psychologisches Gutachten durch den Landgerichtsarzt angewiesen. Dieses ist zwar fertig, liegt dem Richter aber noch nicht vor. Zur Klärung der Schuld werden bei der nächsten Gerichtsverhandlung die persönlichen Verhältnisse beleuchtet. Zudem soll an diesem Tag plädiert werden. Ob es dabei zu einem Urteil kommen wird, weiß Richter Konrad Kliegl noch nicht.

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