Prozess: Axtangriff auf Ehemann

Ingolstadt (intv) „Ich habe wieder Stimmen gehört.“ So rechtfertigt die zierliche Frau mit den weißen Haaren vor dem Ingolstädter Landgericht ihre Aussetzer . In der Tatnacht im März habe sogar Jesus selbst ihr zugeflüstert, ihr Mann sei vom Teufel besessen. Zweimal holte die 57-Jährige mit der Axt nach ihrem Mann aus, dieser wehrte die Schläge aber mit seiner Krücke ab. Das Einschreiten der Tochter konnte Schlimmeres verhindern. Die Täterin leide unter Schizophrenie, durch das Absetzen ihrer Tabletten höre die Pfaffenhofenerin Stimmen, die ihr Befehle erteilen. Ihr Mann sei nicht gläubig genug gewesen, so begründet die 57-Jährige ihre Tat. Sie habe ihren Mann lediglich mit der Axt erschrecken wollen. Laut Aussage habe das Opfer seiner Ehefrau längst verziehen. Er stehe hinter ihr. Vor dem Landgericht soll nun geklärt werden, ob die Frau zur Tatzeit überhaupt zurechnungsfähig war. Weitere Zeugenaussagen, unter anderem die Betreuerin der psychisch Kranken, sind für den dritten September anberaumt.

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