Proteste bei Rieter

Ingolstadt (intv) Es war Anfang des Jahres, als ca. 200 Mitarbeiter des Ingolstädter Traditionsunternehmens Rieter die Hiobsbotschaft bekommen haben. Die Geschäftsführung hat sich dazu entschieden, die Produktion nach Tschechien zu verlagern. Für die Beschäftigten bedeutet dies, dass sie bis Ende des Jahres ihren Job los sind. Am Dienstag sind die Mitarbeiter auf die Straße gegangen, um gegen den Abbau der Arbeitsplätze zu demonstrieren. Darunter auch einige, die teilweise seit 40 Jahren in dem Betrieb sind und bis Ende des Jahres keinen Arbeitsplatz mehr haben werden. Dennoch beharrt die Unternehmensleitung auf ihrer Entscheidung, Montage und Produktion der Textilmaschinen nach Tschechien zu verlagern, um Kosten zu sparen. Die Gewerkschaft und der Betriebsrat sind sich bewusst, dass an dieser Entscheidung nur noch wenig zu rütteln ist. Für sie geht es jetzt einzig und allein um „Schadensbegrenzung“.