Protest gegen zuviele Asylbewerber in Winden am Aign

Reichertshofen/Winden am Aign (intv) 9:0. Deutlicher hätte das Ergebnis nicht ausfallen können. Sämtliche Bauausschussmitglieder des Gemeinderats von Reichertshofen sprachen sich gestern Abend gegen eine beantragte Nutzungsänderung aus. Im Ortsteil Winden am Aign sollen etwa 135 Asylbewerber in einem ehemaligen Gasthof untergebracht werden. Momentan leben dort vorübergehend Fremdarbeiter aus Osteuropa. Der Hausbesitzer will auch die Diskothek im ehemaligen Tanzlokal Däuber als Unterkunft ausbauen. Allerdings gäbe es nur dort eine einzige Küche für alle 135 Bewohner des Gebäudes. Zu wenig aus Sicht von Werner Klein. Er vertritt die Dorfgemeinschaft, auch bei einer Petition im Internet und beim bayerischen Landtag.  Bürgermeister Michael Franken (JWU) hält die Anzahl der vorgeschlagenen Asylbewerber ebenfalls für zu hoch. 75 wären seiner Meinung nach ideal, weil ab dieser Anzahl der Belegung auch ein Anspruch auf Betreuung vor Ort entstünde. Das war ein weiterer Grund für die Ablehnung des Antrags. Noch mehr dürfte die Demonstration vor dem Rathaus dazu beigetragen haben. Etwa 150 Bürger aus Winden am Aign hatten sich mit Transparenten und Megaphon versammelt. Sie wollen deutlich weniger Asylbewerber in ihrem Dorf haben. Denn das hat selbst nur 837 Einwohner.