Protest gegen Stromtrasse in Weißenburg

Weißenburg (intv) Mehr als 100 Demonstranten haben sich die vergangenen Male in Weißenburg versammelt, als die Bürgerinitiative für erneuerbare Energien zum Protest aufgerufen hatte. Gestern drohte die Veranstaltung allerdings regelrecht ins Wasser zu fallen. Einige Hartgesottene haben sich von dem schlechten Wetter aber nicht abschrecken lassen. Regen hin oder her – sie wollten ein Zeichen gegen die geplante Stromtrasse setzen. Die politische Couleur breit gefächert – vertreten waren SPD, Grüne, ÖDP sowie die LINKE durch Bundestagsabgeordnete Eva Bulling-Schröter. Nachdem die Veranstaltung kurzerhand in das Weißenburger Rathaus verlegt wurde, entwickelte sich aus der ursprünglich angesetzten Demo eine angeregte Diskussion zwischen betroffenen Bürgern und Politikern. Dabei sprach sich Bulling-Schröter klar gegen die geplante Stromtrasse aus und erntete dafür jede Menge Applaus. Die Bundestagsabgeordnete setze sich für erneuerbare Energien ein. Auch die Bundesregierung möchte den Anteil erneuerbaren Energien bis 2020 auf 35 Prozent steigern. Ende 2022 soll dann das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet sein. Bis dahin wird hoffentlich eine passende Lösung für die Energieversorgung gefunden sein – mit der jeder leben kann.