Präventionsmaßnahmen abgesegnet

Ingolstadt (intv) Feiern und Alkohol – das gehört für die meisten Jugendlichen leider zusammen. Wer nicht trinkt, der wird oft ausgeschlossen. Die Folgen des exzessiven Alkoholkonsums: Kontrollverlust, gesundheitliche Schäden sowie erhöhte Gewaltbereitschaft. Der Alkoholkonsum bei Jugendlichen ist zwar deutlich rückläufig. Das Gewaltpotenzial unter Alkoholeinfluss bleibt in Ingolstadt hingegen auf konstant hohem Niveau, das wurde beim gestrigen Jugendhilfeausschuss bekannt. Polizeirat Thomas Rieger begrüßt deshalb die Präventionsmaßnahmen gegen Alkoholmissbrauch von jungen Menschen. Das Jugendamt arbeitet dabei seit einigen Jahren eng mit Jugendlichen und Kindern zusammen. Dieses Konzept zeigt mittlerweile erste kleine Erfolge: So schauen viele Jugendliche bei Problemen nicht mehr weg, übernehmen mehr Verantwortung. Diese positive Linie wollen die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses weiter verfolgen – nicht nur wenn es um Alkoholmissbrauch geht. So soll es auch in Realschulen und Gymnasien bald Jugendsozialarbeiter geben. Das haben die Grünen bereits vor einem Jahr gefordert, den Antrag gestern allerdings überraschend zurückgestellt. Bis dato gebe es einfach zu viele Unklarheiten. Die Sozialarbeiter sollen in den Schulen mit Jugendlichen, Lehrern und Eltern zusammen arbeiten. Sie sollen dazu beitragen, Probleme, beispielsweise im Elternhaus, rechtzeitig zu erkennen. Um hierfür ein geeignetes Konzept für jede Schule zu erarbeiten, brauche es aber noch etwas Zeit. Spätestens Anfang Januar soll ein passender Entwurf vorliegen.