Prävention gegen Dämmerungseinbrüche

Neuburg (intv) Der Herbst hält Einzug in unserer Region, die Tage werden kürzer und es wird abends schneller dunkel. Gerade in den frühen Abendstunden, im Schutz der Dämmerung haben Einbrecher wieder leichtes Spiel unbemerkt in Häuser und Wohnungen einzudringen. Die sogenannten Dämmerungseinbrüche nehmen in dieser Jahreszeit sprunghaft zu. Die Neuburger Polizei will dagegen ankämpfen – und informiert die Bürger persönlich. Karl Hafner, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Neuburg und sein Team führen die Präventionsaktion in Burgheim, Karlshuld und hier im Neuburger Ortsteil Heinrichsheim durch. Mit Verstärkung aus Eichstätt. Im Rahmen ihrer Ausbildung unterstützen die jungen Anwärter der Bereitschaftspolizei die Neuburger Kollegen, beim Verteilen der Broschüren. Das kommt bei den Bürgern gut an: „Das finde ich toll. Es gibt ja doch ältere Leute, die allein leben, die sich mit der Problem nicht befassen und gerade sie sind die Zielgruppe dieser Einbrecher“, meint Anwohner Andreas Nugel. Sein Nachbar Ralf Wittmann ist der gleichen Ansicht: „Wir haben vor allem die Haustür, natürlich auch die Terrassentür gut abgesichert. Ich werde die Broschüre der Polizei aufmerksam lesen und was noch umzusetzen ist, bestmöglichst zu berücksichtigen.“

Vergangenes Jahr musste die Polizei im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen vierzig Wohnungseinbrüche verzeichnen, zwölf davon am Tag oder zur Dämmerung. Die Täter gehen dabei meist unkonventionell vor: „Sie schauen, ob Licht in den Objekten brennt. Besonders im Herbst und im Winter ist ja sehr schnell feststellbar, wenn um 17 oder 18 Uhr kein Licht brennt, können sie meist ungestört über die Terrassentür eindringen und suchen dann gezielt nach Geld und Schmuck“, erklärt Hafner. Die Polizei rät, Bewegungsmelder am Haus anzubringen und Fenster und Türen zu sichern. Schwachstellen sind meist Terassentüren. Und Vorsicht: ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster. Auch die Nachbarschaft kann sich mit einem offenen Auge gegenseitig schützen. Für mehr Informationen dazu können sich Bürger an die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle wenden. (Tel.: 0841 – 9343 – 3730)