Polizei misst Abstand und Geschwindigkeit jetzt digital

Allershausen (intv) Es sind nur ein paar wenige Meter – doch die können über Leben und Tod entscheiden. Zu geringer Abstand zum vorderen Fahrzeug ist eine der häufigsten Ursachen für schwere Unfälle auf der Autobahn. Allein im letzten Jahr war zu geringer Abstand die Ursache für 5. 813 von 27. 586 Verkehrsunfällen auf Bayerns Straßen. Deshalb hat das Innenministerium jetzt elf mobile Geschwindigkeits- und Abstandskontrollgeräte angeschafft. Jedes einzelne davon kostet mit Einbau in ein Einsatzfahrzeug 170. 000 Euro. Zwei Kameras filmen den laufenden Verkehr und rechnen die erforderlichen Abstände zwischen den Autos gleichzeitig hoch. Bisher mussten Polizeibeamte den Verkehr genau beobachten und dann auf Verdacht ein Auto fotografieren, wenn es zu schnell mit zu wenig Abstand hinten an der Stoßstange des Vordermanns hängt. Ausgelöst wurde das Foto dann mit der Hand. Doch das ist nun Vergangenheit, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord aus Ingolstadt jetzt auf der Autobahn vorführen wollte. Allerdings ist der Verkehr bei Allerhausen dafür zu zäh geflossen. Im alltäglichen Berufsstau waren zuviele Autos unterwegs, und die waren vor allem zu langsam. Solange man in Kolonnen fahren muß, kann die Messung nicht stattfinden.