Politischer Aschermittwoch: Ulrike Scharf spricht in Karlshuld

Karlshuld (intv) Beim politischen Aschermittwoch der CSU in Karlshuld, im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, war Umweltministerin Ulrike Scharf zu Gast. Die Politikerin, die in den vergangenen Wochen und Monaten öfter im Landkreis zu Besuch war, stellte gleich von Beginn an klar: ihr Auftritt hat nichts mit einer Entscheidung im Fall dritter Nationalpark zu tun.

Zum Thema dritter Nationalpark in den Donauauen verwies Ulrike Scharf auf den künftigen Ministerpräsidenten Markus Söder. Laut Scharf, werde Söder in den nächsten Monaten eine Entscheidung treffen und das möglicherweise auch schon vor der Landtagswahl am 14. Oktober.

„Bis dahin warten wir und nehmen Rücksicht auf seine grundsätzliche Entscheidung. Deshalb ist der Termin in Ingolstadt, der geplant war, noch nicht eingeladen, sondern nur verschoben. Wir warten jetzt auf die grundsätzliche Entscheidung. Dass ich persönlich mit großer Energie hinter diesem Projekt stehe, dass wissen alle Beteiligen um einen möglichen dritten Nationalpark herum. Ich werde mich auch weiterhin dafür einsetzen.“

Damit meint Scharf nicht zwingend den Park in den Donauauen. Die Ministerin sowie einige Gäste waren am Mittwochvormittag bereits beim politischen Aschermittwoch in Passau. Die Stimmung dort: kämpferisch. „Wir haben intensiv politische Themen bearbeitet. Die Rede von Markus Söder war sehr stark. Das gibt uns große Motivation für den Wahlkampf.“, erklärt Scharf.

Ulrike Scharf ist in ihrer Rede bereits voll im Wahlkampfmodus. Das hat Tradition in Karlshuld. Einige CSU-Schwergewichte haben dort schon gesprochen, darunter Horst Seehofer oder Günther Beckstein. Jetzt steht der CSU und der gesamten Politik in Deutschland ein Umbruch bevor.

„Ich glaube, dass dieser Verjüngungsprozess eintreten wird. Das ist auch dringend erforderlich meiner Meinung nach. Wenn wir uns bei den nächsten Wahlen positionieren wollen, dann geht das nur mit jüngerem Personal.“, meint Rita Schmidt, Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes Karlshuld.

Die CSU blickt nun gespannt auf den 4. März. Dann hat die SPD-Basis entschieden, ob sie dem Koalitionsvertrag zustimmt. Ministerin Ulrike Scharf hofft nach der wie sie sagt „großen Belastungsprobe für unsere Demokratie“ auf ein Ja der Sozialdemokraten. Nach knapp fünf Monaten ohne Regierung.