Politischer Aschermittwoch der BGI

Ingolstadt (intv) Man merkte, dass es die erste politische Fastenrede von Christian Lange war. Der Oberbürgermeisterkandidat der Bürgergemeinschaft Ingolstadt brachte seine politischen Botschaften etwas zögerlich unter die rund 50 Zuhörer im Mo, seine Seitenhiebe auf die politische Konkurrenz saßen aber.

 „Einer meiner Mitbewerber um das Amt des Oberbürgermeisters, der CSU-Kandidat, ist sogar mit dem Bus durch die ganze Stadt gefahren. Und was hat er da gemacht? Er wollte die Bürger besuchen. Mir kam es aber eher so vor, als ob er die Bürger suchen musste, denn immer wenn er irgendwo ankam, war keiner mehr da.“ Und auch die SPD bekam ihr Fett weg: „Es gibt jetzt ein Laufband in der Theresienstraße. Das hat die Stadtverwaltung extra für einen SPD-Stadtrat initiiert, damit der nicht mehr stolpert und dann womöglich nochmal Schmerzensgeld fordert.“

 Die Freien Wähler bezeichnete Lange als „Bettvorleger der CSU im Stadtrat“, witzelte über die Begrünungspolitik der Grünen („Wollen die Grünen gar das neue Rathaus grün anstreichen?“) und lobte spitzbübisch einen ödp-Stadtrat, der festgestellt hatte, dass Verkehr auch auf der Straße stattfindet mit den Worten: „Recht hat er! Verkehr findet in Ingolstadt fast nur auf der Straße statt.“

Doch aus den politischen Überzeugungen seiner eigenen Wählergemeinschaft machte Lange kein Geheimnis und rechtfertigte erneut die Haltung gegen das Kongresszentrum am Gießereigelände: „Jede Stimme für die BGI ist eine Stimme gegen den Koloss am Schloss.“

Am Ende bekam Lange Applaus für seine Rede. Deutlich mehr Lacher erntete allerdings danach Kabarettistin Maxi Grabmaier. Die hat aber auch den Vorteil, der jahrelangen Erfahrung.

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