Poesiealben und andere Zeugnisse der Verbundenheit aus zwei Jahrhunderten

Neumarkt (intv) Lackbildchen, selbst gemalte Blümchen, dazu kurze Verse in oft krakeliger Handschrift geschrieben, mit Inhalten wie: „in allen vier Ecken soll Freundschaft drin stecken“. So kennen viele das klassische Poesiealbum aus der Grundschulzeit. Freundschaft lautet auch der Titel der aktuellen Ausstellung im Neumarkter Stadtmuseum, mit Poesiealben und anderen Zeugnissen innigster Verbundenheit aus zwei Jahrhunderten. Die Geschichte des Freundschaftsbuches reicht aber weit zurück bis ins 16. Jahrhundert. Damals wurde es unter Studenten zur Gepflogenheit sich gegenseitig etwas ins Stammbuch zu schreiben. Aber nicht nur Bilder und schöne Worte dienen als Zeichen der Freundschaft. Von den ausgestellten Präsenten, die einst als Freundschaftsbeweis dienten, zeigt das Stadtmuseum Besonderheiten aus dem Nachlass von Bismarcks Leibarzt Ernst Schweninger. Sie dokumentieren die Verbundenheit des 1850 in Freystadt geborenen Mediziners zu illustren Persönlichkeiten seiner Zeit, wie zum Beispiel mit einem Gästebucheintrag von Cosima Wagner. Die Sonderausstellung „Der Freundschaft“ ist noch bis zum 13. Mai im Neumarkter Stadtmuseum zu sehen.