Podiumsdiskussion zu Gewalt gegen Polizeibeamte

Ingolstadt (intv) „Die Polizei – Dein Freund und Helfer“ – dieses positive Image prägt die Ordnungshüter seit jeher, doch der gesellschaftliche Konsens bröckelt. Immer öfter werden Beamte mit massiver Gewalt konfrontiert, die oft mit schweren Verletzungen endet.

Die Ursachen sind bekannt, doch das Maß der Gewaltbereitschaft gegenüber Uniformierten setzt immer neue, traurige Maßstäbe. Möglichkeiten, wie dem entgegengewirkt werden kann, suchte am Dienstag Abend ein hochkarätig besetztes Podium. „Wer schützt die, die uns schützen“ lautete das Motto. Eingeladen vom hiesigen Arbeitskreis Polizei und Innere Sicherheit der CSU diskutierten unter anderem Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer und Ingolstadts Polizeipräsident Walter Kimmelzwinger. Der forderte eine Wiedereinführung der Sperrzeit. Statistisch werden seine Beamte prozentual vor allem nach Mitternacht in Auseinandersetzungen mit alkoholisierten Nachtschwärmern verwickelt. In Städten mit Sperrzeit wie Fürth und Erlangen sei das Gefahrenpotential weit geringer.

Auch zwei Beamte, die bei Einsätzen verletzt worden sind, waren dabei. Je erfahrener die Kollegen, desto besser könne man mit der Situation umgehen, erklärte Christoph Stegmann. Die Resonanz der Podiumsdiskussion hat nicht nur die Veranstalter überrascht. Der Ingolstädter Orbansaal war bis auf den letzten Platz gefüllt.