Podiumsdiskussion in Eichstätt: Bundestags-Kandidaten stehen Rede und Antwort

Eichstätt (intv) In genau vier Wochen steht die Bundestagswahl an. In Eichstätt stellten sich gestern fünf Politiker in einer Podiumsdiskussion den Fragen der Zuschauer. Die Bundestags-Kandidaten blieben weitgehend sachlich, eine faire Diskussion für alle.

Zu Beginn der Diskussion stellten die Politiker sich, ihre Partei und ihr Programm erst einmal vor. In sportlichen fünf Minuten.  Anstatt der eingeladenen sechs Politiker sind nur fünf zu der Diskussion erschienen. Agnes Krumwiede von den Grünen fiel krankheitsbedingt aus.

Roland Meier von den Linken kandidiert dieses Jahr das erste Mal für den Bundestag. Er und seine Partei fordern u.a. Steuergerechtigkeit, einen Mindestlohn von 12 Euro, 100.000 zusätzliche Pfleger sowie eine Legalisierung von Cannabis.

Die SPD und ihr Kandidat Werner Widuckel fokusieren sich in ihrem Wahlprogramm vor allem auf soziale Gerechtigkeit, dabei geht es auch um Kinder- und Altersarmut. Weitere Themen sind bezahlbarer Wohnraum und weniger befristete Arbeitsverhältnisse.

Bundestagsabgeordneter Reinhard Brandl von der CSU hat vor allem Stabilität, Ordnung und Sicherheit hervorgehoben– in der Innen- als auch Außenpolitik. Darunter fallen zum Beispiel der Schutz vor Terrorismus und Kriminalität, Arbeitsplatzsicherheit und Vollbeschäftigung bis 2025.

Jakob Schäuble von der FDP fordert gleiche Bildungschancen für alle, Digitalisierung der Schulen, schnelleres Internet und damit neue Infrastrukturprogramme.

Die Freien Wähler und Bundestagskandidatin Angela Mayr haben sich die Rente für zukünftige Generationen, Steuergerechtigkeit und Leben in Sicherheit und Freiheit auf die Fahnen geschrieben.

In der anschließenden Diskussion nahm die Sicherheitspolitik viel Raum ein, außerdem ging es um Steuerkonzepte und auch das Thema Bildung. Nach über drei Stunden hat jeder Politiker seine Position verdeutlicht, die Zuhörer konnten sich eine klare Meinung bilden.

Wer sich bis zur Bundestagswahl am 24. September noch eine klare Meinung bilden will, hat noch genau vier Wochen Zeit. Die Briefwahl läuft bereits.