Plaza Fights im Ingolstädter Westpark

Ingolstadt (intv) Am Sonntag hieß es wieder: Kämpfen, wo sonst geshoppt wird. Zu den diesjährigen Plaza Fights traten 40 Kickboxer an. Darunter auch Newcomer und Nachwuchskämpfer. Die Zuschauer im Ingolstädter Westpark sahen vier Titelkämpfe. Absolutes Highlight: der Finalfight um den Weltmeistertitel der ISKA in der Gewichtsklasse bis 59 Kilo.

Zum ersten Titelkampf traten zwei Frauen an: die erfahrene Anna Mc Sweeney gegen die Ingolstädter Juniorin Jessica Bachmatchi. Die erst 19-Jährige tat sich schwer gegen die sechs Jahre ältere Kämpferin vom SCS München. Der Kampf ging trotzdem über die volle Distanz, am Ende aber ohne Schanzer Happy End. Die gebürtige Engländerin triumphierte durch einstimmiges Urteil der drei Kampfrichter.

Als Zweites stiegen Richard Homer aus Ingolstadt und Kerem Can Mezineler vom Team Sharks Sindelfingen in den Ring. Wieder stand der Sieger erst nach Ende der fünfmal zwei Minuten fest: Im Duell der beiden Deutschen Meister gewann erneut der Gast. Trainer Jens Lintow, der bei jedem Kampf dabei war, als würde er selbst im Ring stehen, meinte später: Die falsche Kampfeinteilung war schuld an der Niederlage.

Die Bilanz nach zwei Kämpfen: zwei Ingolstädter Niederlagen. Doch das sollte sich ändern: Vor den Augen der eigenen Familie war der dritte Ingolstädter Titelkämpfer Christopher Vass hoch motiviert. Er legte los wie die Feuerwehr und hatte nur ein Ziel: den K.O. Doch sein Gegner aus München wehrte und rettete sich in die fünfte Runde. Mit so viel Gegenwehr hat Vass wohl nicht gerechnet, denn hinten raus gingen auch ihm die Kräfte aus. Die Deckung hing jetzt sehr tief. Mit etwas Glück gewann er am Ende aber doch einstimmig nach Punkten.

Gegen 18:30 Uhr dann das Highlight. WM-Kampf. Mehr geht nicht. Herausforderer Jan Szajko gegen Titelverteidiger Qurban Hosseini aus Österreich. Und der Kampf hielt was er versprach. Beide Kickboxer waren ebenbürtig: ein ausgeglichenes Finale. Szajko musste als Herausforderer mehr machen und war der etwas Aktivere. In Runde vier hatte er den Gegner sogar am Boden. Nach fünf Runden mussten auch hier die Kampfrichter entscheiden: 50:46, 50:46 und 50:45 werteten sie den Kampf. Für den neugebackenen Weltmeister Szajko aus Ingolstadt. Jetzt wartet die internationale K1-Elite in Japan.