Platz schaffen für die Artenvielfalt in den Donauauen: 1. Freiwilligentag an der Donau

Bergheim (intv) Der Donau-Auwald zwischen Ingolstadt und Neuburg ist mit rund 2100 Hektar einer der größten noch existierenden Auwälder Deutschlands. Dort sind besonders gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu Hause. Im Rahmen des EU-geförderten Projekts DANUBEparksCONNECTED treffen sich seit September, entlang der Donau von Rumänien bis Deutschland Freiwillige, um mit Schere, Rechen und Schubkarre Platz zu schaffen für seltene Orchideen und Schmetterlinge. Am Wochenende war der Donauabschnitt bei Bergheim dran.

Mehr als 20 freiwillige Helfer trafen sich Samstag Vormittag im sogenannten Fischerholz bei Bergheim  um ein bestimmtes kleines Stück Natur an der Donau zu pflegen. Brennen, oder auch Trockenrasen genannt, sind wichtiger Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Dieser Lebensraum entsteht eigentlich nach Hochwasser auf Sand- und Schotterbänken. Thonas Schneider,  Umweltreferent in Ingolstadt, erklaärt, dass es kaum noch große Hochwasser bei der Donau gibt und weil die vielen Staustufen verhindern, dass Kies ( oder Geschiebe) von den Alpen bis zu uns fließen kann, verbuschen diese Standorte und  die wertvollen Magerrasenarten die darauf wachsen würden wie der Kreuzenzian und darauf angepasste Tierarten wieder der Kreuzenzianameisenbläuling, ein spezieller Schmetterling, diese Arten würden alle verschwinden.

Damit das nicht passiert, halfen Neuburger und Ingolstädter Hobbygärtner zusammen, schnitten Sträucher zurecht damit mehr Sonnenlicht durchkommt und rechten den Trockenrasen frei. Das Alles in vier Stunden Handarbeit. Mit großen Maschinen ginge die Arbeit natürlich schneller, aber die kommen nicht an die zugewachsene Fläche heran.