Planungsfreigabe zum Hochwasserschutz in Pfaffenhofen erteilt

Pfaffenhofen (intv) Der Klimawandel hat viele Facetten. 2015 und 2018 zeigten sie sich in überdurchschnittlich heißen Sommern, 2013 dagegen versanken bayerische Städte im Hochwasser. Eine davon war Pfaffenhofen. Schon in den 1990er Jahren war klar, dass der Hochwasserschutz dort ausgebaut werden muss, doch erst jetzt kann das Projekt angegangen werden. Trockene Füße beschert das den Pfaffenhofenern und Affalterbachern aber noch lange nicht.

Werner Eidelburger, der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Ingolstadt erklärt, dass erfahrungsgemäß acht bis zwölf Jahre vergingen, ehe mit dem Bau begonnen werden könne.
Gebaut wird also ersteinmal nichts. Die lange Vorlaufzeit von etwa 10 Jahren bis Baubeginn ergibt sich aus mehreren Variablen, die – so Werner Eidelsburger – die Stadt nicht beeinflussen kann. Schon die Planung dauert bis zu drei Jahre. Dann beginnt das Planfeststellungsverfahren, bei dem u.a. Bürgereinwände berücksichtigt werden. Auch das dauert erfahrungsgemäß weitere zwei Jahre. Erst danach können die benötigten Flächen erworben und die Ausführung geplant werden – sofern keine Klageverfahren mehr laufen.

Schon 1998 wollte die Stadt Pfaffenhofen mit der Planung loslegen, doch das Jahrhunderthochwasser 1999 kam dazwischen. Die Donaustädte hatten eine höhere Priorität als die Gemeinden an den Nebengewässern. Mittlerweile sind die meisten Projekte abgeschlossen, sodass nun Pfaffenhofen und andere Gemeinden ihre Planungen starten können.
Über die Kosten ist man sich gestern im Stadtrat bereits einig geworden. Sie werden jeweils zur Hälfte zwischen der Stadt Pfaffenhofen und dem Freistaat Bayern aufgeteilt.