Pilotprojekt an Geisenfelder Polizeiinspektion

Geisenfeld (intv) Nachts ist in der Geisenfelder Polizeiinspektion keiner mehr da, nämlich dann wenn alle Polizisten im Einsatz sind. Die Beamten nehmen an einem neuen Pilotprojekt teil. Hierbei dürfen die Polizisten seit Mai bei einem Notfall mit der kompletten Belegschaft ausrücken und die Dienststelle zusperren. Dadurch sollen die Einsätze schneller und effizienter abgewickelt werden. Die Anrufe, die während des Einsatzes eingehen, werden umgeleitet und von der Ingolstädter Polizei entgegengenommen. Bei ernsten Vergehen wird von dort aus eine Streife losgeschickt. Tagsüber ist immer ein Beamter in der Dienststelle. Seit dem Start vor etwa vier Wochen wurde die Polizeiinspektion Geisenfeld viermal geschlossen, weil die vier bis sechs Polizisten während ihrer Schicht ausrücken mussten. Gründe hierfür sind besonders schwere oder zwei parallel liegende Einsätze. Die Testphase läuft insgesamt ein Jahr lang. Dann wird sich zeigen, ob sich der Aufwand lohnt. Denn die Aufrüstung der einzelnen Inspektionen mit einbruchsicheren Fenstern und einer Alarmanlage ist teuer. Der Umbau der Polizeiinspektion Geisenfeld kostete rund 55.000 Euro. Scheinbar hat sich bisher jeder Euro gelohnt, denn Klement Kreitmeier, Leiter der Polizeiinspektion Geisenfeld, ist mit den derzeitigen Erfahrungen zufrieden. Sollte es so weitergehen, würde er das Verfahren auch anderen Dienststellen empfehlen.