Photovoltaik-Pflicht in Pfaffenhofen

Pfaffenhofen (intv) Im Einklang mit der Natur leben die Bewohner des ecoQuartiers in Pfaffenhofen. Mit festgelegten Anforderungen an Baumaterialien und an die ökologische Qualität setzte Pfaffenhofen ein klimafreundliches Konzept um. Das Neubaugebiet in Pfaffelleiten soll ähnliche Standards bekommen. Hier beschloss der Bauausschuss eine Photovoltaik-Pflicht. Etwa 20 Quadratmeter große Solarzellen müssen die Bauherren auf ihren Dächern platzieren. Bei einem Mehrfamilienhaus müssen rund 70 Prozent des Daches von Modulen bedeckt sein. Das wird erst einmal teuer für die künftigen Hauseigentümer in Pfaffelleiten. Jedoch rechnet sich eine Photovoltaikanlage, so Stadtoberhaupt Thomas Herker. Denn eine 20 Quadratmeter große Anlage deckt den Jahresstromverbrauch einer Durchschnittsfamilie und zahlt sich somit selbst ab. Um die Bauherren, darunter junge Familien, finanziell zu entlasten, fordert der CSU Ortsverband ein Pachtmodell für Photovoltaikanlagen. Bei dem Modell soll die Pfaffenhofener Stadtwerke, als Pächter der Hausdächer gelten und PV-Anlagen darauf montieren. Der erwirtschaftete Strom wird dann an die Hauseigentümer vergünstigt verkauft.

Aufgrund des Pfaffenhofener Klimaschutzkonzepts werden derzeit rund 80 Prozent des Stromes mithilfe erneuerbarer Energien erzeugt. Bis 2030 soll die Stadt gänzlich von regenerativen Energiequellen versorgt werden.