Pferde und Politik: Minister Markus Söder spricht auf Berchinger Rossmarkt

Berching (intv) Helles Glockengeläut, stampfende Hufe, schnaubende Rösser in prächtigem Geschirr. Pferde stehen ganz im Mittelpunkt auf dem traditionellen Berchinger Rossmarkt. Aber auch die politischen Zugpferde locken die Menschen Jahr für Jahr, immer am Mittwoch nach Lichtmess, in Scharen in die mittelalterlichen Stadt an der Sulz. Heuer kam als Festredner Finanzminister Markus Söder. Der designierte Ministerpräsident besuchte heuer bereits zum dritten Mal das größte Wintervolksfest in Bayern. In seiner Rede streifte Söder unterschiedlichste Themen, von der Pflege, hier soll ein bayerisches Pflegegeld für pflegende Angehörige eingeführt werden, bis hin zur Stärkung des ländlichen Raums, in dem Markus Söder große Zukunftschancen sieht. Auch die umstrittenen Straßenausbaubeiträge wurden thematisiert. Die Freien Wähler sammelten für ihre Abschaffung in Berching Unterschriften, mit Unterstützung des Bundes- und Landesvorsitzenden Hubert Aiwanger. Diese Aktion ist laut Markus Söder nicht mehr erforderlich, denn die CSU stehe zu ihrer Zusage, die Straßenausbaubeiträge in naher Zukunft abzuschaffen, mit entsprechendem Ausgleich für die Kommunen. Die Tradition einer „Pferdebeschau“ in Berching geht auf das Jahr 1678 zurück. Der erste Pferde- und Fohlenmarkt fand aber erst 1926 statt. Pferde sind trotz politischer Prominenz bis heute die Hauptakteure auf dem Berchinger Rossmarkts. Verkauft und gehandelt werden sie dort aber nicht mehr, sondern zur Freude von tausenden Besuchern von ihren stolzen Besitzern präsentiert.