PFC-Belastung in Manching: Eine nützliche Substanz mit vielen Schattenseiten

Manching (intv) Es ist ein Stoff, der uns den Alltag oft erleichtert und in vielen Gebrauchsgegenständen verarbeitet ist – wie zum Beispiel in Pfannen, Jacken, oder Verpackungen. Die Rede ist von PFC, die Abkürzung für perflourierte Chemikalien. Das Problem: Der Stoff wurde jahrzehntelang arglos verwendet, er enthält aber viele giftige Substanzen. Am Flugplatz in Manching war  Löschschaum im Einsatz, der PFC erhält. Jetzt haben die Bürger mit den Spätfolgen zu kämpfen. Denn das Regenwasser hat die Substanz  ins Grundwasser befördert, mit gravierenden Folgen. „Teilweise dürfen die Bürger ihre Pflanzen nicht mehr mit Grundwasser gießen, auch Landwirte sind betroffen. Außerdem ist es momentan in bestimmten Ortsteilen nicht möglich, Häuser mit Keller zu bauen“, so Manchings Bürgermeister Herbert Nerb. Wer beim Hausbau auf einen Keller nicht verzichten will, der muss das Grundwasser zuerst mit Hilfe eines Kohlefilters reinigen – was extrem kosten- und zeitintensiv ist. Betroffen sind die Ortsteile nordöstlich des Flugplatzes, wie Westenhausen, Lindach und Rottmannshart. In Bayern gibt es zumindest regelmäßig Untersuchungen zu PFC-Werten – Grenzwerte für Deutschland existieren aber noch nicht. Und auch auf die Frage, wer die entstandenen Kosten aufgrund der PFC-Belastung übernimmt – zum Beispiel für die Grundwasserreinigung – gibt es noch keine Antwort.