Pfaffenhofen: FW und CSU kooperieren im Kreistag

Pfaffenhofen (intv) Eine Koalition findet nicht statt. Wohl aber eine Kooperation. Der Unterschied? Die Kooperation lässt mehr Spielraum: Denn Freie Wähler und CSU wollen im künftigen Kreistag von Pfaffenhofen ihr eigenes Profil nicht verlieren. Doch eine Mehrheit braucht der amtierende Landrat Martin Wolf auf jeden Fall. Schließlich muss er sich in drei Jahren erneut dem Wähler stellen. Die Causa Josef Schäch hat ihn ja außerhalb des regulären Turnus ins Amt gebracht. Mit der SPD hat die CSU nach den Kommunalwahlen keine Einigung erzielt. Die Roten sollen angeblich auf das Amt des stellvertretenden Landrats bestanden haben, außerdem auch auf einen genau regulierten Koalitionsvertrag und auf exakte politische Leitlinien. Das war der CSU drei Jahre vor der nächsten Wahl zu heikel.

Die Freien Wähler dagegen sehen sich in der Pflicht, für den Landkreis und seine Bürger das Deste rauszuholen. Was genau das Deste ist, wird dann von Fall zu Fall entschieden. Außerdem verzichten die Freien Wähler auf den Posten des ersten stellvertretenden Landrats. Der hat mehr Befugnisse als der zweite Stellvertreter, er ist auch Chef im Landratsamt, nicht nur politischer Repräsentant. Anton Westner von der CSU wird auch künftig als Stellvertreter von Martin Wolf agieren. Josef Finkenzeller von den Freien Wählern soll „dritter Landrat“ werden.